Rundreise Hochland Madagaskar

Die Landschaft des Hochplateaus ist hügelig und teilweise karg, es bedeckt etwa zwei Drittel der Insel und fällt gen Westen sanft ab. Im Osten ist das Hochland durch einen Steilabfall von der Küstenregion getrennt. Die durchschnittliche Höhe des Plateaus beträgt 800 m über dem Meeresspiegel. Das nördliche Hochland ist eine fruchtbare Region, in der Tabak, Kaffee, Früchte u.a. auch Erdbeeren und vor allem Papaya angebaut werden. Vulkanische Landschaften wechseln sich hier mit den traditionellen Reis-Terrassen der Merina-Dörfer ab. Der höchste Punkt des Plateaus befindet sich im nördlichen Massiv Tsaratanana mit dem Maromokotro, der mit 2.876 m der höchste Berg der Insel ist. Die Hauptstadt Antananarivo liegt hoch auf dem Plateau, im Zentrum der Insel, auf ca. 1.340 m Höhe.

 

Auf der nachstehenden Tour durchquert man außergewöhnliche Landschaften und die verschiedenen Klimazonen mit ihren unterschiedlichen Vegetationen und Lebensformen. Die gut ausgebaute Nationalstraße RN 7 verbindet Antananarivo mit dem Süden und führt über Antsirabe und Ambositra nach Fianarantsoa, bis Tulear an den Kanal von Mozambik.

Basistour Antananarivo – Antsirabe – Ambositra – Fianarantsoa – Nationalpark Ranomafana – Fianarantsoa – Manakara (per Zug) – Fianarantsoa (8 - 10 Tage)

Menschen in Madagaskar © Island Continent Tours
  • Antananarivo,

die Hauptstadt von Madagaskar ist mit ihrem bunten Treiben die Drehscheibe des madagassischen Tourismus. Die Stadt, von der einheimischen Bevölkerung liebevoll Tana genannt, erstreckt sich über die zwölf historischen Hügel des Imerina-Gebietes und wurde im Jahr 1610 vom König der Merina ‚König Andrianjaka’ gegründet. Auf dem höchsten der Hügel, dem Ambohimanga (“Blauer Wald” bzw. blauer Hügel), erbaute er seinen „Rova“.

Die Avenue de l'Indépendence ist eine breite Geschäftsstraße, mit Hotels, Restaurants, Cafés, Bars und Geschäften. Man findet in Tana Unterkünfte vom einfachen Gästezimmer bis zum Fünf-Sterne-Hotel und die madagassische Gastronomie hat hier ihre Hochburg.

In der Umgebung von Tana lohnt der Besuch der heiligen Stadt Ambohimanga- Antananarivo – Ambatolampy.

Nimmt man von Antananarivo die Nationalstraße RN 7 in Richtung Süden, erreicht man nach 80 km Ambatolampy ("Stadt der Felsen"), eine der vielen typischen kleinen Städte des Hochlandes. Ein kleines Naturkundemuseum mit einer Insektensammlung, hauptsächlich Schmetterlinge und eine große katholische Kirche mit einem riesigen Klosterareal und seiner wuchtigen Felsenlandschaft, sind die einzigen Besonderheiten des Ortes.

  • Ambatolampy – Antsirabe

Nach ca. 70 km auf der RN 7 erreicht man Antsirabe ("wo es viel Salz gibt"), eine beschauliche Provinzhauptstadt. Das Hauptverkehrsmittel ist hier das Posyposy (vom französischen pousse! pousse!), eine madagassische Rikscha für den Personentransport.

Antsirabe ist eine wichtige Industriestadt der Region mit Textilproduktion, Brauerei und Zigarettenindustrie. Von Antsirabe lohnt ein Abstecher Richtung Westen nach Betafo („viele Dächer“), wo noch Ruinen eines alten Königspalastes zu finden sind. Es lohnt auch ein Abstecher an den kleinen See Tritriva, der an der Strecke nach Andraikibo liegt. Es ist ein schöner Vulkansee, den man umlaufen kann.

  • Antsirabe – Ambositra

Ambositra liegt auf halber Strecke von Antsirabe nach Fianarantsoa auf 1.500 Meter Höhe. Hier finden die Savoka, die traditionelle Stierkämpfe statt, die zu Ostern und zu Pfingsten stattfinden. In der Region von Ambositra gibt es einige interessante Ausflugsziele.

Tipp: Etwas südlich von Ambositra zweigt bei Ivato eine Straße von der RN 7 ab Richtung Westen. Hier gelangt man nach 82 km beschwerlicher Zufahrt in den Ort Ambatofinandrahana, wo sich die größten Marmorsteinbrüche der Insel befinden.

  • Ambositra – Fianarantsoa

Von Ambosita geht die Fahrt weiter auf der RN 7 nach Fianarantsoa, der zweitgrößten Stadt des Hochlandes nach Antananarivo.

Der Kern der historischen Altstadt liegt im Ortsteil Antananambony, wo sich zahlreiche Kirchen befinden. Die Oberstadt von Fiananarantsoa erstreckt sich weiter über die Stadtteile Ambozontany und das Palastviertel Anatirova.

Auch die Umgebung von Fianarantsoa bietet einige Highlights. Nur wenige Kilometer entfernt befinden sich die wichtigsten Weinanbaugebiete Madagaskars und in ca. 25 km Entfernung, rund um die Ortschaft Sahambavy, wird auf einer Fläche von 400 ha der berühmte gleichnamige Tee angebaut.

Lemur in Madagaskar Lemur © Island Continent Tours
  • Nationalpark Ranomafana

Auf der Strecke Richtung Osten erreicht man nach ca. 60 km den Kurort Ranomafana ("die heißen Quellen") im Namorona-Tal, am Rande des gleichnamigen Nationalparks mit seinem dichten tropischen Regenwald. Der Ranomafana Nationalpark ist 42.601 ha groß und bietet eine üppige und artenreiche Fauna mit 12 Lemurenarten, darunter den Goldenen Bambuslemur, über 100 Vogelarten, sowie zahlreiche Säugetiere und Reptilien wie Chamäleons und Frösche die zu den weiteren Bewohnern des Parks gehören.

Der Nationalpark von Ranomafana besteht aus drei Bereichen, Talatakely, 6 km östlich von Ranomafana, wo verschiedene Wanderungen zwischen 2 Stunden und 2 Tagen angeboten werden. Zu empfehlen ist die vierstündige Führung am frühen Morgen, bei der Lemuren und Vögel (speziell Oktober) beobachtet werden können. Achtung: Nur mit Führer möglich. Die beiden anderen Gebiete, Votohananana (südlich von Talatakely) und Vohiparana (13 km nördlich von Ranomafana), sind kaum erschlossen. Nach einer Wanderung kann man im Thermalbad von Ranomafana entspannen.

  • Manakara

Ein Highlight der Reise ist die Fahrt mit dem "Dschungelexpress" von Fianarantsoa an die Ostküste nach Manakara.

Die alte Diesellok aus dem Jahr 1936 kämpft sich mühsam durch das madagassische Hochland und die steilen Berghänge bis zur Ostküste. Auf diesem Weg passiert der Zug 40 zum Teil abenteuerliche Brücken und fährt durch über 50 Tunnel. Für die 163 km lange Zugstrecke müssen 6 -10 Stunden Fahrtzeit eingeplant werden.

Seit der Fertigstellung der Eisenbahnlinie Fianarantsoa – Manakara im Jahr 1936 ist die Stadt ein Warenumschlagplatz mit einem kleinen Hafen. Manakara besteht aus den zwei Ortsteilen, die der ‚Manakara’ trennt. Die Reise führt meist mit dem Auto zurück nach Fianarantsoa – Ausgangspunkt für zahlreiche interessante Reiseabschnitte oder Rückkehr per Inlandsflug in die Hauptstadt Antananarivo.

 

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Lemur. Madagaskar Lemur © Island Continent Tours

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Lemur. Madagaskar Lemur © Island Continent Tours

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