Malawis abwechslungsreicher Süden

Die Tour führt auf den Spuren des Forschers David Livingstone in den abwechslungsreichen Süden des Landes mit seinen wilden Bergregionen, afrikanischen Buschlandschaften und den idyllischen Badestränden des Malawisees. Tierbeobachtung im landschaftlich wunderschönen Liwonde National Park steht bei dieser Reise ebenso auf dem Programm wie Wandern auf dem Zomba Plateau und im Mulanje Massiv – nicht zu vergessen der Besuch der beiden Städte Lilongwe und Blantyre.

 

Rundreise Malawis Süden:

 

Lilongwe – Blantyre – Chikwawa – Majete Tierschutzgebiet  – Mulanje Mountain Forest Reserve – Zomba – Liwonde NP – Cape Maclear – Monkey Bay.

Reiseroute durch den Süden Malawis:

Lilongwe

Malawi Fischer auf dem Malawisee © Malawi Tourism

Von Frankfurt gelangt man am besten mit South African Airways über Johannesburg oder mit Ethiopian Airlines über Addis Abeba nach Lilongwe, der Hauptstadt Malawis.

Lilongwe liegt im Südwesten des Landes, 100 Kilometer westlich des Malawisees auf einer Hochebene am Lilongwe-Fluss. Die Stadt ist ein geschäftiges, schnell wachsendes Wirtschaftszentrum mit urbaner Infrastruktur. Sie liegt rund 1.200 Meter über dem Meeresspiegel und ist zugleich auch Hauptstadt der Central Region, einer der drei großen Verwaltungsregionen des Landes. Das Stadtbild ist geprägt durch breite, parkähnliche Boulevards.

Lilongwe wurde 1947 als Handelszentrum gegründet und nach der Unabhängigkeit Malawis 1964 zur zentralen Hauptstadt ernannt. Besonders sehenswert sind der Markt auf der Malangalanga Road oder die indischen Geschäfte in der Altstadt. 

Blantyre

Kinder in Malawi spielende Kinder am Malawisee © Malawi Tourism

Von Lilongwe gelangt man auf der Nationalstraße N1 nach Blantyre, der größten Stadt Malawis. Für die 366 km  benötigt man auf der gut ausgebauten Straße ca. 5 Stunden.

In Blantyre fallen zunächst die imposanten Alleen auf, die das Stadtbild prägen. Hier spürt man noch immer den kolonialen Charakter der Stadt, die von englischen Missionaren im Jahr 1895 gegründet wurde und damit die älteste Stadt Zentalafrikas ist. Die Stadt wurde nach der gleichnamigen schottischen Stadt benannt, wo der berühmte Missionar David Livingstone zur Welt kam. Aufgrund ihrer Höhenlage von 1.200 m herrscht in Blantyre das ganze Jahr über ein ausgesprochen mildes Klima.

In Blantyre haben zahlreiche malawische und internationale Unternehmen ihren Sitz, was es zum Wirtschaftszentrum des Landes macht. Sehenswert ist vor allem der Präsidentenpalast aber auch das Museum mit seiner umfangreichen ethnologischen Sammlung, die Blantyre Misson der St. Michaels Church, das Mandela House (das älteste erhaltene Haus Malawis, erbaut 1882) und der Independence Arche, der 1964 anlässlich der Unabhängigkeitsfeiern eingeweiht wurde, sind einen Besuch wert. Die Berglandschaft rund um die Stadt bietet einzigartige Ausblicke und gute Wandermöglichkeiten. 

Blantyre verfügt über einen internationalen Flughafen, Einkaufszentren, Geschäfte für Kunsthandwerk, einen Markt mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen der Umgebung sowie zahlreiche Unterkünfte in allen Preiskategorien.

Chikwawa – Majete Tierschutzgebiet – Chikwawa

Elefant in Malawi Elefantenbulle im Majete National Park © Malawi Tourism

Von Blantyre aus ist es nur eine kurze und landschaftlich sehr reizvolle Fahrt von 45 km (Fahrtzeit ca. 60 Minuten) auf der M1 Richtung Südosten bis zu der kleinen Stadt Chikwawa. Die Stadt Chikwawa selbst verteilt sich weitläufig im Shire Tal.

Der Fluss Shire ist 402 km lang und verlässt den Malawisee an dessen Südende. Er fließt durch den Malombesee und entlang der sumpfigen Ufer einer breiten Aue des Liwonde National Parks bis zur Stadt Liwonde, weiter durch felsiges Gebirge über verschiedene Fluss-Schnellen bis zum Nkula-Dam, durch die Mpatamanga-Schlucht bis zu den Kapichira-Wasserfällen. Kurz hinter den Kapichira Fällen breitet er sich in die Elefantenmarsch aus und hinter Nsanje in die Ndinde-Marsch, bevor er in den Sambesi mündet.

Nördlich von Chikwawa steht der Besuch des Majete Wildlife Reserve auf dem Programm. Für die 30 km lange Strecke sollte man ca. 45 Minuten einplanen.

Das Majete Wildlife Reserve erstreckt sich über 700 Quadratkilometer und besteht aus den Miombo Woodlands mit altem Baumbestand und Granithügeln, die einen eindrucksvollen Kontrast zu den malerischen und üppigen Flusstälern bieten.

Das Majete Wildlife Reserve eignet sich hervorragend zur Tierbeobachtung. Seit August 2012 ist Majete Big Five Game Reserve.

Chikwawa - Mulanje Mountain Forest Reserve

© Malawi Tourism

Nächstes Ziel ist das 95 km (Fahrtzeit ca. 2 - 2,5 Std.) entfernte Mulanje Mountain Forest Reserve. Dieses Waldschutzgebiet schützt das Mount Mulanje Massiv nördlich der kleinen Stadt Mulanje. Das Massiv erstreckt sich über eine Fläche von 345 Quadratkilometer und ist mit 3002 Metern der höchste Gebirgszug Malawis. Die Menschen leben vom Teeanbau und dessen Verarbeitung. Große Flächen des Gebirgsstocks unter den Steilwänden dienen ausschließlich dem Anbau von Tee. Die Ortschaft Mulanje verfügt kaum über touristische Infrastruktur und es gibt es nur wenige, ausschließlich auf lokalen Bedarf ausgerichtete Geschäfte.

Das Mulanje Mountain Forest Reserve ist hauptsächlich interessant für Bergwanderer und Trekkingfans.

In Likabula, an der Westflanke des Bergplateaus, liegt das touristische Zentrum der Region. Hier ist auch der Ausgangspunkt für Wanderungen auf dem Plateau des Mulanje Massivs, das nicht allein wegen seiner Schroffheit, den gigantischen Granitwänden und seiner beeindruckenden Höhe ein beliebtes Tagesziel für Gebirgswanderer ist, sondern auch weil es von Blantyre aus mit dem Auto in einer guten Stunde zu erreichen ist.

Achtung: Wanderungen sollten nicht ohne vollständige Ausrüstung und ortskundige Führer durchgeführt werden. Das Gelände hat teilweise einen hohen Schwierigkeitsgrad mit großen Höhenunterschieden. Auf dem Plateau gibt es zwar vereinzelte Schutzhütten der Forstverwaltung, jedoch ohne Bewirtung. Es gilt zu beachten, dass das Gelände von riesigem Geröll teilweise stark zerklüftet ist, sodas ein Kilometer Luftlinie ohne weiteres drei Stunden zu Fuss erfordern kann!

Übernachtungsmöglichkeit in den Berghütten (Selbstversorger) oder Camping auf dem Bergplateau - wer es etwas komfortabler mag, mietet sich in einer der angrenzenden Lodges ein.

Mulanje Mountain Forest Reserve – Zomba

Vogel in Malawi © Malawi Tourism

Für die 116 km lange Strecke von Mulanje nach Zomba, der viertgrößten Stadt Malawis, sollten ca. 2 Stunden Fahrtzeit eingeplant werden. Zomba liegt im Shire-Hochland am Fuße des Zomba-Plateaus.

Die Stadt wurde ca. 1880 gegründet und kam 1891 unter britisches Protektorat. Mit der Unabhängigkeit Malawis 1964 wurde Zomba die Hauptstadt der unabhängigen Präsidialrepublik, verlor dann aber 1975 den Hauptstadtstatus an Lilongwe.

Zomba ist heute u.a. Hauptsitz der University of Malawi und des Chancellor College. 

Das Zomba-Plateau erhebt sich fast 2.000 Meter über den Meeresspiegel und ist der nördliche Ausläufer des Shire-Hochlandes. Bereits 1913 wurde dieses Gebiet zum ersten Waldschutzgebiet Malawis erklärt. Das kleine Reservat umfasst heute 47 Quadratkilometer. Kühle Bergwälder, klare Luft und erholsame Stille auf dem Zomba-Plateau laden zum Verweilen ein. Das Plateau wird von Flüssen durchzogen, es gibt Wasserfälle und stille Seen. An den bewaldeten Hängen wachsen Zedern, Pinien und Zypressen, die Vegetation ist hier stellenweise noch wild und unberührt. Neben der vielfältigen Pflanzenwelt gibt es auf dem Plateau vor allem riesige Schmetterlinge und verschiedene Greifvögel zu beobachten, in den unteren Regionen sind Paviane heimisch. Auf dem Plateau gibt es reichlich Niederschläge, daher wird auch das umliegende Gebiet ganzjährig gut bewässert, was es zu einer dicht besiedelten und relativ wohlhabenden Region macht.

Achtung: Es empfiehlt sich, die Gegend mit einen professionellen Führer bzw. Fahrer zu erkunden.

Zomba – Liwonde – Liwonde Nationalpark

Liwonde Nationalpark Begegnungen (c) Malawi Tourism

Von Zomba aus sind es nur rund 50 km (ca. 1 Std. Fahrtzeit) in die kleine Stadt Liwonde, die am Shire-Fluss am Fuße des nördlichen Endes des Shire-Hochlandes gelegen ist. Liwonde ist touristisch nicht erschlossen.
Der nächste Teil der Reise ist der Tierbeobachtung im Liwonde-Nationalpark gewidmet.
Der Liwonde Nationalpark ist am südlichen Ende des Malawisees am Oberlauf des Shire Flusses gelegen und grenzt an den Malombe Seee. Er umfasst ca. 600 km² und ist eines der ersten Reservate Malawis. Der Park umschließt den wilden und spektakulären Fluss Shire, mit seinen Teichen, Lagunen, Savannen, Ebenen, Mopanewäldern und Hügeln. Diese unterschiedlichen Lebensräume sind entscheidend für die unglaubliche Vielfalt an Pflanzen, Tieren und Vögeln.
Zu beobachten sind große Elefantenherden und zahlreiche Antiopenarten sowie Zebras, Krokodile, Flusspferde und Warzenschweine.
Besonders bemerkenswert ist jedoch der Vogelreichtum. Der Liwonde Nationalpark zählt zu den herausragenden Gebieten für Vogelbeobachtungen im südlichen Afrika.
Übernachtungsmöglichkeiten im Park in Hütten mit Selbstverpflegung. Wer es etwas komfortabler mag kann sich auch in eine Lodge einbuchen.
Tipp: Eine Bootstour auf dem Shire Fluss, um die vielfältige Vogelwelt an den Ufern zu beobachten.

Mangochi – Cape MacLear

Fische im Malawi See Buntbarsche im Malawisee © Malawi Tourism

Von Liwonde aus führt die Tour über Manchogi nach Cape Mclear, direkt an den Malawisee. Für die ca. 160 km lange Strecke benötigt man 2 - 3 Stunden Fahrtzeit.

Monkey Bay ist ein Naturhafen am südlichen Malawisee und besteht nur aus einer kleinen Ansiedlung. Nach Norden erstreckt sich der Lake Malawi National Park bis zur Spitze der Halbinsel Cape MacLear. Der Park schützt den größten Teil der Halbinsel um Cape MacLear und die vorgelagerten Inseln. Der Nationalpark wurde gegründet, um die über 2.000 Fischarten, die hier ihren Lebensraum haben, zu schützen, vor allem die berühmten zierlichen Buntbarsche aus der Cichliden-Familie, die in die ganze Welt exportiert werden. Das Gelände des Parks ist sehr felsig und beheimatet vor allem Paviane.

In der fantastischen Bucht von Cape McLear schnorchelt oder taucht man in kristallklarem Wasser. Besonders zu empfehlen ist ein Abstecher zu der, nur einige Kilomenter vor Cape Mclear gelegenen Insel, Mumbo Island, die vom Festland aus leicht mit dem Motorboot zu erreichen ist. 

An der Spitze von Cape MacLear befindet sich das idyllische Fischerdorf Chembe, ein friedlicher Ort aus Lehmhütten mit kleinen Gästehäusern. Wer hier einkehrt, wird spontan und mit wundervoller Herzlichkeit von der Dorfgemeinschaft aufgenommen und wird so Teil des Lebens am See.

Cape Maclear - Salima – Senga Bay

Malawisee Malawisee © Malawi Tourism

Von Monkey Bay führt die Tour in ca. 3 Stunden Fahrtzeit über Salima noch einmal an den Malawisee zur Senga Bay.

Ein besonderes Erlebnis ist eine Wanderung im Senga Bay Waldschutzgebiet, wo sich vom höchsten Berggipfel aus ein atemberaubender Blick über die Leopardenbucht und den See bietet.

Bei einem Bootsauflug, besucht man die nahe gelegene Eidechsen-Insel um dort eine Kormoran-Kolonie sowie verschiedene große und kleinere Eidechsenarten zu beobachten.

Die wunderschönen Strände, die felsige Küste sowie die ursprünglichen Fischerdörfer der Senga Bay bieten viel Abwechslung.

Nachts das Schauspiel der zahlreichen Einbäume der Fischer auf dem See bestaunen – ein unvergleichliches Erlebnis dieser Tour!

Die Rückfahrt über Salima nach Lilongwe (ca. 130 km) dauert auf der gut ausgebauten Strecke ca. 1,5 Stunden.

Salima ist nur 20 km von Senga Bay entfernt und dient vor allem Durchgangsstation auf dem Weg von Lilongwe zur den Stränden der Senga Bay, es verfügt über einen Wochenmarkt, einen Supermarkt, eine Apotheke und eine Bank.

Von Lilongwe aus kann man diese Tour mit der Tour Malawis Norden verbinden. Rückflüge nach Deutschland mit South African Airways über Johannesburg oder Ethiopian Airlines über Addis Abeba.

 

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Malawisee © Malawi Tourism

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Kanufahrt auf dem Malawi-Seee kristallklares Wasser © Malawi Tourism

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Pumulani Lodge, Malawi © Pumulani Lodge

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