Kaokoveld, die Heimat der Himba

In der Abgeschiedenheit des Kaokoveld konnten die Himba ihre ethnische Kultur bis heute weitgehend bewahren

Himba Frau im Kaokoveld, Namibia Himba-Frau im Kaokoveld, Namibia

Das karge und rauhe Kaokoveld  im Nordwesten des Reiselands Namibia ist eine der authentischsten Regionen Namibias. Das Gebiet ist  schwer zugängliche und sollte daher nur mit einem erfahrenen Führer bereist werden.  Die Pisten im Kaokolveld sind oftmals  extrem steinig oder tief sandig, eine Beschilderung sucht man meist vergeblich. Touristische Service Angebote  gibt es nicht. Übernachten kann man auf einigen wenigen Campingplätzen oder einfach in der Wildnis.

 

Das Kaokoveld ist die Heimat des Himba Volkes. In der Abgeschiedenheit des Kaokoveld konnten die Himba ihre ethnische Kultur bis heute weitgehend bewahren.  Die Himba sind ein halbnomadisches Hirtenvolk und ziehen, je nach Jahreszeit, mit ihren Herden zu den verschiedenen Wasserstellen. Sie  leben im Wesentlichen als Hirten von Ziegen und Rindern. Nahrungsquelle ist aber nicht das Fleisch, sondern die Milch und das Blut. Geschlachtet werden die Tiere selten, da die Größe der Herde den sozialen Status bestimmt.

 

Die charakteristische ockerrote Hautfarbe erhalten die Himba durch eine Creme, die aus Butterfett, Kräutern und eisenhaltigem Steinstaub, sie gehört traditionell zum Schönheitsideal der Himba und schützt gleichzeitig die Haut vor der sengenden Sonne. Besondere Bedeutung haben auch Haartracht und Kopfbedeckung, die Auskunft über den jeweiligen Familienstand geben. Die stolzen Himba Frauen verwenden täglich mehrere Stunden für die Morgentoilette und Schönheitspflege.

 

Besucher sollten die Kultur der Himba achten um ihnen so weiterhin ein Leben nach ihren überlieferten Traditionen ermöglichen und vor allem auf gut gemeinte Geschenke wie Süßigkeiten, Alkohol oder andere Errungenschaften unserer modernen Gesellschaft verzichten.

Das Kaokoveld ist ein schwer zugängliches Gebiet und sollte nur mit einem erfahrenen Führer bereist werden!

Bild vom Kaokoveld im Header mit Lizenz von wikimedia commons