Kolmanskop, Geisterstadt der Diamantenjäger

Kolmanskop, Namibia Kolmanskop (c) Magnus Manske

Als der Arbeiter der Eisenbahngesellschaft, Zacharias Lewala, 1908 den ersten Diamanten fand begann in Lüderitz das Diamantenfieber.

 

Da es nicht gelang den Fund geheim zu halten, strömten schon bald immer mehr Diamantenjäger in das Gebiet, was dazu führte, das ein Diamanten-Sperrgebiet errichtet  und Claims offiziell abgesteckt wurden. So entstand in nur zwei Jahren der Ort Kolmanskop mitten in der Sandwüste. Als es schwieriger wurde, Diamanten an der Oberfläche zu finden, wurde rund 30 Kilometer südlich von Kolmanskop, Elizabeth Bay eröffnet wo die Diamantenproduktion industrialisiert wurde und riesige Fabrikanlagen entstanden.

 

Bis zum ersten Weltkrieg wurden hier über 1.000 Kilo Diamanten gefördert. Nach dem Krieg gingen die Diamantenfunde jedoch sehr stark zurück und ein neues Gebiet weiter südlich bei Oranjemund wurde erschlossen. Kolmanskop und Elizabeth Bay wurden zu Geisterstädten.

 

Die Namib Wüste zwischen der B4 im Norden und der Oranje Mündung im Süden ist noch heute Diamanten-Sperrgebiet. Das Gebiet verläuft parallel zur Küste und hat eine Breite von etwa 100 Kilometern. Hier wird noch immer Diamantenabbau betrieben. Die Anlagen sind für Besucher nicht zugänglich nur die Geisterstadt Kolmanskop – und mit Einschränkungen auch Elizabeth Bay – können besichtigt werden.

Im Diamanten-Sperrgebiet sind nur Kolmanskop und Elisabeth Bay zu Besucher zugänglich

Bild im Header, Lizenz von Wikimedia Commons.